HumanLink nur bedingt einsatzfähig.
HumanLink-Philipp ist in der Stadt unterwegs (u.a. auf unterschiedlichen Märkten sowie in der Apotheke, Malariamittel kaufen - man weiß ja nie).
Der andere Teil von HumanLink-Westafrika liegt im Bett, zusammen mit einer Packung Tannakomp und Immodium akut und starrt an die Decke , kennt die Prozedur aus anderen Ländern, dauert selten länger als ein Tag, darf auch nicht länger dauern, da Mittwoch Früh Abfahrt nach Ghana geplant ist.
Gedanken, die dabei durch den Kopf jagen, unter anderem:
1. Warum schafft das Erdöl-gesegnete Land Nigeria nicht das, was ein verhältnismäßig ärmeres Land wie Benin schafft: Strom, guter Internetzugang, verhältnismäßige Sicherheit - kaum Stacheldraht....
2. Human Development Index: 161. Platz von 182, sinkende Tendenz. Nigeria im Vergleich: Platz 158, ebenfalls sinkende Tendenz. Ghana: 152 mit steigender Tendenz
3. Die starke Präsenz der Chinesen - a) überaus zahlreich im Hotel anwesend, b) schaffend (sämtliche große Gebäude wurden von ihnen gebaut), handelnd (überall chinesischer Billigramsch)
4. Extreme Vernachlässigung der Umwelt - in Cotonou besonders auffällig durch die Luftverschmutzung, u.a. hervorgerufen duch die hohe Anzahl von Motorrädern (Zweitakter)
5. Schwächeanfall - daher schnelles Ende des heutigen Blogeintrags.
Kleiner Nachtrag: Trotz schlechten Zustands Aufstand bei Manager veranstaltet (Hotel Marina), kleine Tasse fade, wässrige Gemüsebrühe kostete tatsächlich 11 Euro.
Die Hotelpreise in Nigeria waren schon gepfeffert - aber das hier in Benin ist absolute Frechheit.
2010-02-09
2010-02-08
Cotonou am Montag
HumanLink trieb sich den ganzen Tag auf dem größten Automarkt Westafrikas herum - dafür steht der Name Cotonou.
Wir sahen Autos mit Aufklebern sämtlicher Autohäuser Deutschlands - ein befremdliches Gefühl. Gerne würden wir die ehemaligen Besitzer ausfindig machen und ihnen Fotos ihrer Autos hier vom Markt zukommen lassen - schließlich hatte den meisten der Menschen der Besitz dieser Autos einst etwas bedeutet. Sie hatten sie ausgewählt, finanziert, vieles in ihnen erlebt, Stolz (ein Neuwagen), ernste, fröhliche, finstere Gedanken, allerlei Gespräche, Kinder, die die Sitze verschmutzt hatten, Kratzer, die durch Unachtsamkeit Ärger hervorgeruft hatten, Reparaturen und vieles mehr.
Womöglich sind einige dieser Autos schlicht und einfach auch Diebesgut, und der Besitzer würde alles in Gang setzen, um sein Fahrzeug zurückzuholen.
Solche Gedanken begleiteten uns in Cotounou.
Die Fahrt zurück zu unserem Hotel: waghalsig - zumindest in unserer Wahrnehmung - auf Motorrädern inmitten des chaotisch wirkenden Verkehrs (in Cotonou gibt es eine eigene Krankenhauseinrichtung speziell für Motorradunfälle), eingehüllt in Abgasen und Staub.
Wir verkriechen uns in unsere Zimmer, keine Neugier, was es in Cotonou sonst noch zu entdecken gäbe. Unsere Kräfte sind von der Sonne aufgezehrt.
2010-02-07
Sonntag in Cotonou, Benin
Wir verlassen Lagos und fahren die Küste entlang nach Benin.
In wenigen Stunden erreichen wir die Grenze.
Der Übertritt:
Wir gehen mit unserem Gepäck zu einem langgezogenen Gebäude, auf dessen Terrasse man etliche Tische aufgebaut hatte. HumanLink scheitert bereits bei dem Ersten (Gelbfieberimpfungskontrolle) - kann den Impfpass nicht finden. "Kann man alles kaufen hier, kein Problem", sagt unserer ortskundige Begleiter.
Während am nächsten Tisch die Pässe eingesammelt werden, füllen wir am übernächsten Tisch das Einreiseformular aus, in einem Raum zwischen Tisch 3 und 4 kramt HumanLink im Koffer, findet den Impfpass, kehrt zurück zu Tisch 1, nimmt anschließend den Reisepass am Tisch 3 entgegen, um alle Dokumente hinter Tisch 2 durch ein kleines Fenster zu schieben. Man wartet fünf Minuten und erhält alles wieder zurück. Es geht weiter zu Tisch 5 (Drogenkontrolle), zu Tisch 6 (Zoll), zu Tisch 7 (Funktion???). Dort werden unsere wieder Pässe eingesammelt, ohne ersichtlichen Grund wohlgemerkt. Sie verschwinden in einer entschlossenen Faust, bis 200 Naira den Besitzer wechseln, eher spielerisch, ritualisiert.
In Benin ist man noch korrupter als in Nigeria, sagt unser Begleiter.
Wir steigen in einen Renault, in dem nichts mehr funktioniert außer Hupe, Motor, Bremse und Gaspedal. Das Lenkrad zittert bedenklich, sobald die Geschwindigkeit mehr als 50 kmh beträgt, Rückspiegel fehlt, die Windschutzscheibe ist defekt. Wir unterhalten uns über den TÜV - und welche Chancen ein deutsches Prüfverfahren hier in Westafrika wohl haben könnte.
Wesentlicher Eindruck unserer Fahrt: Wracks über Wracks, zerstörte, ausgehöhlte, gecrashte Autos aus Europa. Einige von ihnen sind bereits eins geworden mit der Natur- zugewuchtert, eingewachsen.
Wir nähern uns der Hafenstadt Cotonou, in der sich der größte Gebrauchtwagenmarkt Westafrikas abspielt. Kilometer vor dem Stadtzentrum sehen wir links und rechts neben der Straße riesige Autoverkaufs- bzw. Handels- oder Auslagerungsplätze, viele von ihnen in libanesischer Hand.
Unser Hotel ist ein großer Klotz, ein Relikt aus sozialistischen Zeiten, asbestverseucht (vermutet zumindest Philipp). Es liegt am Meer an einem endlos scheinenden, nahezu menschenleeren Sandstrand. Vor einem Bad im Meer wird ausdrücklich gewarnt. Zu stark die Brandung.
So räkeln sich die Menschen am Pool, überwiegend Libanesen, ein paar Chinesen und Angestellte der Air France. Wir sehen, wie der Barkeeper Leitungswasser in eine Plastikflasche füllt und als Mineralwasser an ein paar Libanesen verkauft.
Wir genießen den ersten Abend unter freiem Himmel, essen endlich mal kein Chicken udn trinken ein Glas Wein.
2010-02-06
Samstag, letzter Tag in Lagos




Joe holt uns ab. Wir fahren auf den Markt, um Stoffe und Musik einzukaufen. Jegliche Scheu und Berührungspunkte sind abgeschüttelt, wie stromern durch die engen Gassen des großen Markts von Lagos Island, werden in hinterste Räume gelockt, wo wir uns in nigerianische Musik vertiefen. Die Boys sämtlicher CD-Shops versammeln sich um uns, Philipp beginnt, zur Musik zu tanzen. Die Boys lachen, die Stimmung ist ausgelassen. Wir kaufen 15 Cds. (vorsortiert von Joe): African Rap, Nigerian Music, Fují, Music, Gospel usw.
Kurze Pause im Hotel, danach Besuch bei einem Manager einer großen Firma in Lagos, der sich sehr für seine nigerianischen Mitarbeiter engagiert. Lernen dort den zweiten Sohn von Fela Kuti, Sheun Kuti, ebenfalls ein großer Musiker, wie wir finden, kennen. Wir unterhalten uns über die Menschen Nigerias, insbesondere über die Jugend, ihre Hoffungen und ihren Ehrgeiz. Eine faszinierende und lehrreiche Unterhaltung.
Am Abend letztes Treffen mit Guide Dele, der in den vergangenen Tagen das defekte Auto in Gang gebracht hatte (erfolgreich). Wir müssen lange auf ihn warten, wundern uns über seine Unpünktlichkeit, beginnen uns zu ärgern - und während wir darüber sinnieren, warum Dele an unserem letzten Abend die Zeit so wenig berücksichtigt, steht dieser auf der Brücke im Stau.
Es ist ein ungewöhnlicher Stau zu dieser Zeit.
Die Autos stehen kreuz und quer auf der Brücke, die meisten verlassen, denn ihre Fahrer und Insassen waren ans Geländer gestürmt, fassungslos.
Auf der anderen Seite des Flusses steht alles in Flammen. Es sind die Ärmsten der Armen, die dort im Slum gerade um ihr Leben kämpfen.
Gestern noch waren wir dort gewesen, hatten darüber gesprochen, dass sich hier der Schwarzmarkt für das knappe Benzin abspielt.
Was für eine explosive Mischung - Menschen, die keine Perspektiven haben, Menschen, die Benzinkanister in ihren Behausungen sammeln, um ein wenig Geld zu verdienen, Menschen, die für ein Lagos, das sich zur Global City entwickeln möchte, schlicht und einfach im Weg sind, weil sie in einem Gebiet leben, dass für Spekulanten höchst attraktiv sein dürfte.
Es ist kurz vor Mitternacht. Wir wissen nicht, ob das Feuer inzwischen gelöscht ist, die Wahrscheinlichkeit bei dieser explosiven Mischung, den engen Gassen, den vielen Menschen, ist gering. Vermuten wir zumindest.
Wir sind keine 7 Kilometer von dem Unglücksort entfernt, die Klimaanlange surrt, wir packen die Koffer. Morgen fahren wir nach Cotonou, Benin.
Keine Ahnung, mit welchen Worten wir den heutigen Blog beenden können.
2010-02-05
Kontraste am Freitag
Deles Auto ist nach wie vor defekt. Joe hilft mit seinem red cab aus, einem kleinen Suzuki, in Lagos eigentlich ein "no go car", vor allem für "ogas" (Chiefs).
Joe fährt uns zuerst zu Nike, einer in Nigeria sehr bekannten Künstlerin. Sie feiert ein Fest, TV-Stationen sind vor Ort, Regierungsgäste aus ganz SSA-Afrika kommen. Sagt man uns zumindest. Viel Security, dicke Autos (Joes Suzuki wirkt vergleichsweise wie ein Matchboxauto), Ansprachen, gespielte Folklore, Champagner, Small Talk, Sehen und Gesehen werden - last but not least: Business
Tag der Kontraste. Wir machen uns auf den Weg nach Lagos Island, einem Ort des geschäftigen Treibens, der Enge und Hektik, abgewirtschaftete Gebäude, laute Menschen.
Wir wollen noch mehr von Lagos und den Menschen kennenlernen. "I bring you to average Lagos, to my home. No rich people, no poor people", sage Joe. Es ist eng im Suzuki, vorne auf der Ablage liegt die Bibel, daneben hängt die Flagge Nigerias, aus den Lautsprechern scheppert laute Musik, von Störungen durchbrochen, kaum auszuhalten. "I love good music", sagt Joe und dreht die Lautstärke noch weiter auf.
Auf dem Weg zum "average Lagos" machen wir in einem Fastfood-Restaurant Halt. Wir bestellen jene Mahlzeit, die wir seit unserer Ankunft in Nigeria zu uns nehmen: Chicken.
Während wir zahlen, spricht uns ein junger, schmaler, blasser Mann an. "Sind Sie Deutsche?"
Es ist Mike, ein Zivildienstleistender aus Berlin. 12 Monate lang arbeitet er in Lagos in einer Fördereinrichtung für Blinde, scannt Bücher für die Blindenbibliothek. Er lebt bei einer nigerianischen Familie, hatte in den vergangenen 5 Monaten drei Mal Malaria und verspürt heute die Sehnsucht nach einem Hauch von Luxus: Pommes Frites und ein Chickenburger, gutes Essen, das er sich ansonsten kaum leisten kann bei dem Gehalt, das er bekommt. Er lädt uns in sein Office ein. Überall Blinde, Menschen, die in Nigeria nichts zählen, weil sie behindert sind. "Man versteckt die Behinderten, wenn Besuch ins Haus kommt, diese Menschen sind hier nichts wert", sagt Mike.
Wir fahren weiter, "do you want to see Lagos?", fragt Joe und biegt in eine Seitenstraße. Wir sehen Mütter, wie sie ihren Kindern die Haare flechten, Frauen, die die engen Gassen fegen. Wir sehen Boys auf Motorrädern sitzen: Gestylte mit coolen Brillen, Apathische, aggressiv Blickende, Verwunderte, freundlich Winkende. Joe teilt ein: "These are bad boys, these are friendly boys." Woran dies zu erkennen sei, wollen wir wissen. "I see it from their faces."
Wir landen in einer Sackgasse, für uns scheint das Ende der Welt zu nahen, Worte fehlen für das, was wir sehen. Joe spürt unsere Unsicherheit. "God is with us", sagt er.
Zwischenstopp in einer Bar, Joe lädt uns auf ein Bier ein - Alkohol nachmittags bei 35 Grad, .....Joe leert seine Flasche in einem Zug und ordert eine zweite. "Drinking and driving is not good", sagen wir. Joe und alle anderen Gäste lachen laut.
Es wird dämmrig als wir seinen Wohnort erreichen. Wir gehen durch einen engen R
aum, einer Näherei, "This is my shop, I am also a fashion designer", erklärt Joe, anschließend durch einen noch engeren, finsteren Gang ohne Licht (die Küche) und kommen in einen schmalen Hinterhof, von dem aus kleine Türen in winzige Wohnungen (bestehend aus einem Raum, der durch Stoffe in zwei Zimmer aufgeteilt ist) führen, liebevoll ausgestattet. "Eleven families are living here."
Modeshow mit Joes Collection, Posing wie bei Germanys Next Top Model, stolze, schöne Mädchen.
Joe fährt uns zurück in unser Hotel. Auf der Gegenfahrbahn stauen sich die Autos mindestens 20 Kilomter lang - ein gewöhnlicher Anblick in Lagos während der Stoßzeit.
Von Joes Wohnung zu unserem Hotel benötigen wir 25 Minuten.
Seine Rückfahrt werde mindestens 4 Stunden dauern, schätzt Joe - ohne Seufzen und Fluchen. Er ist glücklich. "White people came to my house, God bless you." sagt er zum Abschied.
2010-02-04
Nachdenkliches am Donnerstag
Tag des Redens und der Nachdenklichkeit.
Wir halten uns in geschlossenen Räumen auf. Die Klimaanlage lässt das staubig heiße Leben auf der Straße vergessen. Es ist angenehm kühl. Es riecht nach Waschpulver, nasse Kleidung hängt auf den Bügeln.
Frische, sie uns gefehlt.
Wir laden Menschen zu uns ein, um über ihre Wahrnehmungen und Vorstellungen von Nigeria zu sprechen. Doch dieses Land sei zu facettenreich, als dass man es einheitlich beurteilen könnte, sagen sie. 434 Sprachen, viele unterschiedliche Ethnien.
Also sprechen wir über Lagos, eine Stadt, die sich darauf vorbereitet, zur Global City zu werden. Wir thematisieren all die neu entstehenden Estates, die mit ihren hohen Zäunen und Stacheldrähten auf uns zumindest wie Gefängnisse wirken, wir sprechen über Korruption, über die Leidenschaft, Sehnsüchte und Hoffnungen der Menschen.
Wir spüren Willen, Optimismus, Ehrgeiz, vor allem aber den Wunsch nach Gerechtigkeit.
Vor allem aber ahnen wir, dass unsere Wahrnehmungen verzerrt sind.
Was ist erstrebenswert, was ist schön, was sauber? Was bedeutet Fleiß, was Hoffnung?
Wo liegen die Prioritäten im Wertesystem?
Dele hatte uns gestern seinen Urlaubsort gezeigt. Während wir durch die Straßen fuhren, erklärte er uns, worin der Erholungswert besteht: es ist kühler (2 Grad), die Häuser sind schön (antik), die Straßen aufgeräumt und sauber, es gibt eine schöne Bar.
Das ist Urlaub.
2010-02-03
Abeokuta am Mittwoch
Tour nach Abeokuta über die Stadt Epe. Wir wollten das Hinter- bzw. Umland von Lagos kennenlernen. Auf dem Weg durch Lagos kurze Begegnung mit den area boys des pay-and-push-services. Freudige, lautstarke Begrüßung. HumanLink-Mitarbeiter Philipp hatte sich offensichtlich in die Herzen der Boys "gehandelt".
Wir fahren auf dem Highway durch ein Gebiet, das auf Menschen hofft - überall baut man gated communities, die meisten gänzlich unbewohnt- einige zerfallen bereits. Dele ist sicher: "the upper middleclass will live here soon"
Schwerer Unfall auf der Express-Road Richtung Port Harcourt. Die Police organisiert eine Umleitung durch ein abgelegenes Dorf. Wir quälen uns auf Sandpisten Meter um Meter voran. Dele sorgt sich um das Benzin. Er schaltet den Motor ab. Gefühlte 40 Grad - und kein Weiterkommen. Wir erfahren, dass Dorfbewohner für die umgeleiteten Trucks und PKWs eine Art Spontanmaut erheben. Nichts geht mehr, bis Soldaten mit Maschinengewehren die Lage klären.
Es geht weiter, durch die Stadt Epe, für unser Auge eine Mülldeponie, überall Plastiktüten, Dreck, Abfälle. Wir fragen Dele, ob Epe in seinen Augen eine schöne Stadt sei. "It`s a very clean city" sagt er.
Kurzer Halt mitten auf dem Land, wir fotografieren Termitenhügel. Eine Bäuerin nähert sich mit ihrem Kind und wünscht sich ein Foto von uns. Ihr Sohn werde mal Farmer, sagt sie stolz. Zwei Mal wöchentlich sei sogar Zeit für die Schule.
Kurz vor Abeokuta streikt unser Mazda - Dele meint, die schlechten Straßenverhältnisse trügen Schuld ("big bumps") Mit rauchendem Motor rollen wir in eine Werkstatt.
Weiterfahrt ist ausgeschlossen.
Wir warten knapp drei Stunden auf einen Mechaniker, der uns nicht helfen kann. Die Menschen um uns sind neugierig, nett, lustig.
Es wird langsam dunkel. Die Security Police warnt uns vor einer eigenständigen Weiterfahrt auf dem Express-Way nach Lagos - zu viele Unfälle und Überfälle, meinen die Männer.
Dele entscheidet sich für ein Sammeltaxi - etwas eingepfercht, dafür mit guter Fujimusik sausen, nein rasen wir gen Lagos. Phantasiegedanken (was wäre wenn...) schalten wir bei dieser Kamikazefahrt aus. Man fährt ohne Licht, Menschen jagen über die Straßen - kaum zu sehen, Staub dringt in jede Pore, Benzingeruch strömt durch den löchrigen Boden, wir fühlen uns high, die Augen tränen, es riecht nach Slum, Müll, verbrannten Reifen.....
Im Hotel ist es kühl, das Wasser der Dusche ist warm, wir trinken ein kühles Glas Bier und versuchen - vergeblich - Gegensätze in uns zu vereinen.
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